Informationen zur Handelsakademie

 

Die Handelsakademie ist eine berufsbildende höhere Schule. Sie dient der kaufmännischen Berufsausbildung für alle Zweige der Wirtschaft und des öffentlichen Dienstes.Neben der Berufsausbildung erwerben die Absolventen/Absolventinnen der Handelsakademie auch die Voraussetzungen für die Aufnahme eines Studiums an Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen oder Akademien. 

 

Leitsätze

Die HAK bietet wirtschaftliche Berufsbildung und Allgemeinbildung  praxisorientiert und auf hohem Niveau.Die HAK fördert individuelle Begabungen, soziale Kompetenz und befähigt zu selbstständigem und lebensbegleitendem Lernen.Die HAK legt besonderen Wert auf Persönlichkeitsentwicklung, Eigeninitiative und Leistung.Die HAK verbindet Wirtschaftskompetenz mit gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung.Die HAK steht für hohe Sprachkompetenz und Kulturverständnis.Die HAK orientiert sich an nationalen un.d europäischen Standards der Berufsbildung. 

 

Dauer

5 Jahre. Abschluss mit der Reife- und Diplomprüfung. 

 

Aufgaben/Bildungsziele

  • Vermittlung umfassender Allgemeinbildung und höherer kaufmännischer Bildung
  • Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten für alle Zweige der Wirtschaft und Verwaltung
  • Vorbereitung auf eine selbstständige Tätigkeit

 Zusätzlich werden durch die praxisgerechte Ausbildung eine hohe Fachkompetenz im kaufmännischen Bereich und Schlüsselqualifikationen (Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Fähigkeit zur Teamarbeit etc.) für den Arbeitsprozess vermittelt. Letztere sind vor allem für eine erfolgreiche Bewältigung der beruflichen Anforderungen entscheidend. 

 

Wir bieten drei neue Ausbildungszweige

Drei Wege/Zweige zu deinem beruflichen Erfolg. Bereits zu Beginn deiner Schullaufbahn meldest du dich für einen der folgenden Zweige an. 

Du bist kontaktfreudig und sozial?

Sozial-Management

  • Dir liegt das Wohl deiner Mitmenschen am Herzen? Du möchtest in einem sozialen Bereich tätig werden?
  • Du lernst die wirtschaftlichen Grundlagen und Besonderheiten sozialer Organisationen kennen, die in Zukunft von zentraler Bedeutung sind.
  • Du absolvierst ein Praktikum in der Verwaltung einer sozialen Organisation (Krankenhaus, öffentlicher Dienst, Lebenshilfe, Kinderdorf etc.).
  • Deine Sozialkompetenzen werden weiter entwickelt (Seminar Konfliktmanagement, Kommunikationstraining).
  • Du kannst deine sozialen Fähigkeiten unter Beweis stellen, z. B. die Patenschaft für einen Schüler/eine Schülerin der Einstiegsklasse übernehmen. 

Du bist weltoffen und kommunikativ?

Internationales Management

  • Du interessierst dich für fremde Sprachen und Kulturen? Du wolltest immer schon die internationale Wirtschaft und andere Länder kennenlernen?
  • Du kannst dich in mindestens drei Fremdsprachen unterhalten.
  • Du beschäftigst dich in den wirtschaftlichen Fächern vertiefend mit internationalen Themen (Welthandel, Globalisierung, Fair Trade, Transportwirtschaft, Logistik, etc.).
  • Du wirst ein Praktikum im Ausland oder in einem internationalen Betrieb in Vorarlberg absolvieren.
  • Dein Unterricht in den Wirtschaftsfächern wird teilweise in Englisch abgehalten. 

Du interessierst dich für Zahlen und Fakten?

Finanz-Management

  • Du möchtest in eine Führungsposition aufsteigen oder eine eigene Firma leiten?Zahlen und Computer sind deine Sache?
  • Du erwirbst umfassende Kenntnisse in Controlling und Rechnungswesen, Finanzierung und Investition sowie Unternehmens- und Personalführung.
  • Du misst dich in Planspielen, die dich auf die Praxis vorbereiten.
  • Du bekommst die Möglichkeit, Mitglied im Investment Club der HAK Lustenau zu werden und aktiv am Wirtschaftsleben teilzunehmen.
  • Du kannst deine Interessen in Freifächern vertiefen (Betriebssoftware SAP, FiRi, etc.).

 

 

Schulveranstaltungen

I. Jahrgang: Schuleinführungsphase

II. Jahrgang: Wintersportwoche

III. Jahrgang: Sommersportwoche

IV. Jahrgang: Sprachwoche in Frankreich, Spanien oder England bzw. Projektwoche.

Der Unterricht wird durch Exkursionen, Betriebsbesichtigungen, Lehrausgänge und Gastreferate ergänzt, um den Schülerinnen und Schülern einen vertiefenden Einblick in die Praxis zu bieten.

 

Freifächer

Als Ergänzung zu den Pflichtfächern werden verschiedene Freifächer angeboten:

Fremdsprachen: Italienisch, Spanisch bzw. Französisch für Anfänger und Fortgeschrittene

Psychologie: zur Universitätsberechtigung

Wirtschafts-Seminare: SAP-Grundausbildung, weiterführende Kurse im BMD u. a.

Begabtenförderung: Vorbereitung auf Englisch-, Französisch- und Spanisch-Zertifikate sowie auf Fremdsprachen- und Redewettbewerbe

Sport: Fußball, Volleyball, Schach 

Kreativfächer: z. B. Theaterspiel u. a.

 

Berechtigungen

Die Absolventen/Absolventinnen haben Zugang zu qualifizierten kaufmännischen Berufen und erlangen

  • die Berechtigung zum Besuch einer Hochschule (Universität), Fachhochschule oder Akademie (evtl. Zusatzprüfung erforderlich)
  • den Befähigungsnachweis für das Handelsgewerbe
  • die Anrechnung von Lehrzeiten
  • den Entfall der Unternehmerprüfung bei Ablegung der Meisterprüfung.

Nähere Auskünfte über die künftige Tätigkeit als Arbeitnehmer erteilt das Berufsausbildungsgesetz (BAG). Der Zugang zum Beruf wird direkt durch die Gewerbeordnung bzw. durch die entsprechenden Verordnungen geregelt.  

Gleichstellung mit Lehrberufen

Das Abschlussprüfungszeugnis gilt als Nachweis einer mit einer facheinschlägigen Lehrabschlussprüfung abgeschlossen beruflichen Ausbildung. Das heißt, für die HAS liegt eine Gleichwertigkeit mit folgenden Lehrberufen vor:

  • Bürokaufmann/-frau
  • Finanz- und Rechnungswesenassistenz

Bei der Anstellung eines Absolventen/einer Absolventin einer HAS sind daher jene Bestimmungen zur Anwendung zu bringen, die auch für Absolventen/Absolventinnen dieser Lehrberufe gelten.

Lehrzeitverkürzung von zwei Jahren 

Für folgende Lehrberufe ist eine Lehrzeitverkürzung von zwei Jahren vorzusehen.

  • Archiv-, Bibliotheks- und InformationsassistentIn 
  • Bankkaufmann/-frau
  • Betriebsdienstleistung 
  • Buch- und Medienwirtschaft: Buch- und Musikalienhandel
  • Buch- und Medienwirtschaft: Buch- und Pressegroßhandel 
  • Buch- und Medienwirtschaft: Verlag 
  • EinkäuferIn
  • Finanz- und Rechnungswesenassistenz
  • Finanzdienstleistungskaufmann/-frau 
  • Großhandelskaufmann/-frau 
  • Hotel- und GastgewerbeassistentIn 
  • Immobilienkaufmann/-frau 
  • Industriekaufmann/-frau 
  • Personaldienstleistung 
  • RechtskanzleiassistentIn 
  • Sportadministration
  • Steuerassistenz
  • Versicherungskaufmann/-frau 
  • VerwaltungsassistentIn

Lehrzeitverkürzung von einem Jahr 

Für folgende Lehrberufe ist eine Lehrzeitverkürzung von einem Jahre vorzusehen

  • Betriebslogistikkaufmann/-frau
  • DrogistIn
  • EDV-Kaufmann/-frau 
  • Einzelhandel
  • Foto- und Multimediakaufmann/-frau 
  • Mobilitätsservice 
  • Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz 
  • ReisebüroassistentIn 
  • Speditionskaufmann/-frau 
  • Speditionslogistik
  • Waffen- und MunitionshändlerIn 
  • Zahnärztliche Fachassistenz (AV) 

 

Wirtschaftliche Fächer

Betriebswirtschaftslehre

Ein sehr wichtiges Fach ist Betriebswirtschaftslehre. Dabei erhalten die Schüler grundlegendes Wissen über viele verschiedene Bereiche, die für sowohl für einen Betrieb als auch für Konsumenten von großer Bedeutung sind. Zum Beispiel werden folgende Themen behandelt: Kaufvertrag, Marketing, Personalwesen, Versicherungswesen, Bankwesen, Kennzahlen, Materialwirtschaft, Investitionsrechnung, Finanzierung, Geldanlage, ... 

Rechnungswesen

Der Besuch an der Bundeshandelsakademie umfasst eine fundierte Ausbildung im Fach Rechnungswesen. Dies sind insbesondere die Verbuchung laufender Geschäftsfälle, Kontierung und Verbuchung von Belegen, Kostenrechnung (Voll- und Teilkosten), Lohn- und Gehaltsabrechnung, Erstellung von Jahresabschlüssen von Einzelunternehmen und Gesellschaften sowie deren Gewinnverteilung, Grundzüge der Steuerlehre, Jahresabschlussanalyse (Berechnung und Auswertung von Kennzahlen) und die Verbuchung spezieller Geschäftsfälle (wie z. B. Leasing, Wertpapiere).

Volkswirtschaft

In Volkswirtschaftslehre geht es um große wirtschaftliche Zusammenhänge. Im Gegensatz zu Betriebswirtschaftlehre steht die Gesamtwirtschaft eines Landes im Mittelpunkt der Betrachtung. Neben konkretem Fachwissen spielen vor allem vernetztes Denken und komplexe Problemlösungen eine wichtige Rolle. Folgende Themenbereiche werden behandelt: Wirtschaftswachstum und Konjunktur, BIP, Einkommensverteilung, wichtige Ökonomen, Geld, Preise, Inflation, Budget, Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit, Globalisierung.

Wirtschaftsinformatik

Grundlagen der Hard- und Software, Umgang mit dem Explorer, PowerPoint, Excel, Access, Internet, E-Mail, BWL-Aufgabenstellungen uvm.

Informations- und Officemanagement

Erarbeitung des Tastenfeldes, ÖNORM, Briefgestaltung, Tabellen, Layout, WordArt, Grafiken, Protokolle, Verträge, Serienbrief, Schnellbausteine, Dokument-/Formatvorlagen, Formulare, PowerPoint, mehrseitige Dokumente mit Inhaltsverzeichnis, Indexverzeichnis etc., Stellenbewerbung.

Politische Bildung und Recht

Staats und Regierungsformen, Europäische Integration, Grundlagen des Europarechts, Verfassungsrecht, Gesetzgebung und Vollziehung in Grundzügen, politische Parteien, Sozialpartnerschaft in Österreich, Familienrecht, Erbrecht, Sachenrecht, Schuldrecht, Gewährleistungsrecht, Schadenersatzrecht, Arbeitsrecht, Mietrecht, Insolvenzrecht etc., aktuelle politische Entwicklungen in Österreich, Europa und der Welt. 

 

Allgemeinbildende Fächer 

Deutsch

Schülerinnen und Schüler der Handelsakademie erwerben in den Bereichen „Zuhören“, „Sprechen“, „Lesen“, „Schreiben“, „Sprachbewusstsein“ und „Reflexion über gesellschaftliche Realität“ die für den Beruf, das Studium, die Weiterbildung und die persönliche Entwicklung notwendige rezeptive und produktive Sprachkompetenz.

Englisch inklusive Wirtschaftssprache

Grundstrukturen der Sprache (Grammatik), Themen des täglichen Lebens, z. B. Einkaufen, Gesundheit, Freizeitbeschäftigung in den unteren Klassen; Geschäftsenglisch, Kommunikation mittels der modernen Medien, in den höheren Klassen Diskussionen über aktuelle Themen wie Rassenproblematik, Arbeitslosigkeit, EU, Kriminalität (Todesstrafe), Umweltproblematik, Marketing, Versicherungswesen usw. Ständige Erweiterung des Wortschatzes. Stilistische Verbesserung der Sprache.

Lernziel: Die Schülerin/der Schüler soll sich in der Fremdsprache mündlich und schriftlich über verschiedenste Themen gewählt und korrekt ausdrücken können.

Französisch (Spanisch, Itaienisch) inklusive Wirtschaftssprache

Ziel ist die Kommunikationsfähigkeit in Alltag und Beruf. Korrekter Ausdruck in Schrift und Sprache. Themen des täglichen Lebens, z. B. Einkaufen, Gesundheit, Freizeit, Freunde; Wirtschaftsfranzösisch: Kommunikation mit Geschäftspartnern, Firmenpräsentation, Diskussionen über Tagesthemen.

Vorbereitung begabter Schüler/innen auf die Französischdiplomprüfungen DELF B1.

Religion

Christliche Feste, Bibel, Leben Jesu, Christliche Kirchen und Konfessionen, Kirchengeschichte, Lehre über Gott – Welt – Mensch.

Weltreligionen: Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus.

Ethische Themen: Suizid, Abtreibung, Drogen, Sucht, Rassismus, Satanismus Welt und Leben der Jugendlichen, Gemeinschaft, Partnerschaft – Ehe – Beziehung – Sexualität.

Physik

Größen und Einheiten, Mechanik, Bewegungslehre, Wellenlehre, Wärmelehre, Astronomie, Elektrizitätslehre, Kernphysik.

Chemie

Allgemeine Chemie, Grundlagen, chem. Bindungen, ausgewählte Kapitel der anorganischen und organischen Chemie.

Hier geht es zum Lehrplan

Pflichtgegenstände/Jahre 1 2 3 4 5 LK ges.
Persönlichkeit und Karriere
Religion 2 2 2 2 2 2 10
Persönlichkeitsbildung und soz. Kompetenz *2 - - - - - 2
Business Behavior - *1 *1 - **1 - 3
Bewegung und Sport 2 2 2 1 1 - 8
Sprachen und Kommunikation
Deutsch *3 3 3 2 3 14
Englisch einschl. Wirtschaftssprache *3 *3 *3 *3 *3 15
Lebende Fremdsprache *3 *3 *3 *2 - *2/***2 11
Wirtschaft und Management
Betriebswirtschaft *3 3 3 2 3 - 14
Unternehmensrechnung und Controlling *4 2+*1 2+*1 2 2 - 14
Businesstraining, Projektmanagement, Übungsfirma und Case-Studies *1** *1 *1 *4 1 - 8
Wirtschaftsinformatik - - *2 *3 - 2 5
Office Management und angew. Informatik *3 *2 *2 - - - 7
Recht - - - 2 - 2 2
Volkswirtschaft - - - 2 - 2 2
Gesellschaft und Kultur
Politische Bildung und Geschichte - 1 2 2 - - 5
Geografie, Wirtschaftsgeografie *2 3 - - - - 5
Internationale Wirtschafts- und Kulturräume - - - 1 - 2 1
Mathematik und Naturwissenschaften
Mathematik und angew. Mathematik *1 2 3 3 3 12
Naturwissenschaften *3 2 3 2 - 2 10
Technologie, Ökologie und Warenlehre - - - - 2 - 2
Ausbildungsschwerpunkt, Seminar - (2) 2 2 2 - 6
Gesamtstundenanzahl 32 31 35 35 22 3 158
Erläuterungen:
LK...Leistungskurse. Diese sollen es den SchülerInnen ermöglichen, eigenen Wünschen und Neigungen entsprechend, eine vertiefte Ausbildung in einem Fachgebiet zu erhalten und sich damit auch besser auf die Reifeprüfung vorzubereiten. Ein Leistungskurs mit 2 Stunden muss besucht werden. 1 Stunde LK für Mathematik ist für alle verpflichtend.
*......Klasse kann geteilt werden.
**....Stunden flexibel auf Abruf (36-Jahresstunden)
***...Wählt eine Schülerin statt Englisch Französisch oder Spanisch zur mündlichen oder schriftlichen Reifeprüfung, kann das entsprechende Fach als zusätzlicher Leistungskurs besucht werden.
(_)...Freifach

 

Im Laufe der Ausbildung an der Handelsakademie muss in Unternehmen bzw. Organisationen ein Pflichtpraktikum absolviert werden.

Es soll in erster Linie dazu dienen, Einblicke in die reale Arbeitswelt zu gewinnen, die in der Ausbildung erworbenen Kompetenzen im Berufsleben anzuwenden und die Berufsfindung zu unterstützen.

Die Schülerinnen und Schüler haben das Pflichtpraktikum in der unterrichtsfreien Zeit, sinnvollerweise nach dem II. Jahrgang bzw. der 2. Klasse möglichst vor Eintritt in den letzten Jahrgang bzw. Klasse, zu absolvieren. Dieses umfasst  300 Arbeitsstunden.

Das Pflichtpraktikum dient der Ergänzung und Vertiefung der in den Unterrichtsgegenständenerworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in einem Unternehmen oder einer Organisation. Die Schülerinnen und Schüler sollen die jeweils bis zum Praktikumsantritt im Unterricht erworbenen Kompetenzen in der Berufsrealität umsetzen, nach Möglichkeit einen umfassenden Einblick in die Organisation von Unternehmen bzw. Organisationen gewinnen, über Rechte und Pflichten der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie derArbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Bescheid wissen und diese auf die unmittelbare berufliche Situation hin reflektieren können, sich Vorgesetzten sowie Kolleginnen und Kollegen gegenüber korrekt und selbstsicher verhalten, eine positive Grundhaltung zum Arbeitsleben insgesamt und zum konkreten beruflichen Umfeld im Besonderen gewinnen, unternehmerisches Denken und Handeln in ihre Tätigkeit einbringen, ihr äußeres Erscheinungsbild, ihre Sprache und ihr Verhalten situations- und personengerecht gestalten und reflektieren, die Bedeutung unternehmerischer Verantwortung kennenlernen.

Das Pflichtpraktikum soll weiters Einsicht in soziale Beziehungen sowie betrieblich-organisatorische Zusammenhänge fördern und den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Arbeitswelt ermöglichen. Neben fachlichen sollen auch soziale und personale Kompetenzen erworben werden. Auf die Vorbereitung und die Nachbereitung des Pflichtpraktikums ist besonderer Wert zu legen.

Die Schülerinnen und Schüler müssen über ihr Praktikum ein Praxisportfolios führen; dieses ist in den entsprechenden Unterrichtsgegenständen auszuwerten. Firmenbestätigungen, Zeugnisse, Zertifikate usw. mit denen das Absolvieren des Pflichtpraktikums nachgewiesen wird, sind Teil des Praxisportfolios. Die entsprechenden Vorlagen eines Praxisportfolios stehen den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung.

Der Antritt zur Reife- und Diplomprüfung ist dann möglich, wenn der Schüler ein positives Abschlusszeugnis aufweist. Bei einem "Nicht genügend" kann in diesem Fach auf Antrag des Kandidaten noch vor der Reife- und Diplomprüfung eine Wiederholungsprüfung abgelegt werden. Bei zwei "Nicht genügend" finden die Wiederholungsprüfungen am Beginn des nächsten Schuljahres statt. Werden beide Prüfungen bestanden, so kann der Kandidat beim ersten weiteren Termin antreten. Ist eine Wiederholungsprüfung negativ, so muss das Schuljahr wiederholt werden. Bei drei oder mehr "Nicht genügend" muss die letzte Schulstufe wiederholt werden. 

Die  standardisierte  Reife-  und  Diplomprüfung  an  Handelsakademie  und Aufbaulehrgang  besteht aus einer Hauptprüfung und umfasst  

  • eine Diplomarbeit (inklusive deren Präsentation und Diskussion), 
  • eine  Klausurprüfung  bestehend  aus  Klausurarbeiten  sowie  allenfalls  mündlichen 
  • Kompensationsprüfungen sowie 
  • eine mündliche Prüfung, bestehend aus mündlichen Teilprüfungen. 

 Nach Wahl der Prüfungskandidatin bzw. des Prüfungskandidaten sind  

  • drei Klausurarbeiten und drei mündliche Teilprüfungen oder 
  • vier Klausurarbeiten und zwei mündliche Teilprüfungen abzulegen. 

 Somit sind insgesamt sieben Prüfungen abzulegen:  

  • die Diplomarbeit (und deren Präsentation und Diskussion), drei Klausuren und drei mündliche Prüfungen oder 
  • die Diplomarbeit (und deren Präsentation und Diskussion), vier Klausuren und zwei mündliche Prüfungen. 

Folgende Wahlfächer stehen  zur Auswahl:

  • Religion
  • Kultur (Teilbereiche aus „Deutsch“, die sich auf Literatur, Kunst und Gesellschaft und dem Kulturportfolio beziehen)
  • Geschichte (Wirtschafts- und Sozialgeschichte) und internationale Wirtschafts- und Kulturräume 
  • Geografie (Wirtschaftsgeografie) und internationale Wirtschafts- und Kulturräume
  • Naturwissenschaften (Chemie, Physik, Biologie, Ökologie und Warenlehre)
  • Politische Bildung und Recht 
  • Volkswirtschaft 
  • Berufsbezogene Kommunikation in der LFS ("Englisch einschließlich Wirtschaftssprache" oder "Lebende Fremdsprache") 
  • Mehrsprachigkeit (mit Bezeichnung der beiden LFS) 
  • Wirtschaftsinformatik
  • Freigegenstand … (mit Bezeichnung des Freigegenstandes) mindestens 4 Wochenstunden, Sprachen mind. 6 Wochenstunden